Liederkranz plant Chorfahrt nach Bautzen
Donnerstag, den 31. März 2016

Ein erfolgreiches Jahr 2015 haben die Chormitglieder des Liederkranzes Ochsenhausen hinter sich. In ihrer Hauptversammlung am 11. März blickten die Chormitglieder aber nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft.

In ihrem Jahresrückblick ließ Schriftführerin Gudrun Hölz die vergangenen Monate Revue passieren, vom Auftritt des Liederkranzes im Altenzentrum Goldbach und dem musikalischen Weißwurst-Frühschoppen beim Öchslefest bis hin zur Wanderung nach Oberstetten mit anschließender Besichtigung des dortigen Sägereimuseums. Zu den musikalischen Höhepunkten des vergangenen Jahres gehörte die „Missa brevis“ von Leo Delibes, die die Frauen des Liederkranzes zusammen mit den Sängerinnen der ebenfalls von Walter Gropper geleiteten Kirchenchöre aus Erolzheim und Regglisweiler im September anlässlich des 550-jährigen Jubiläums der Kirche St. Agatha in Iller-rieden aufführten. Die Krönung des Chorjahres bildete das Jahreskonzert im Oktober, bei dem der Liederkranz im restlos ausverkauften Bibliothekssaal der Landesakademie Ochsenhausen unter dem Motto „Des Sommers letzte Rose“ Rosenlieder vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert zur Aufführung brachte – unterstützt von der Solistin Christine Schmidt sowie der Pianistin Theresia Lang, der Percussionistin Stefanie Sauter, Herbert Durach am Akkordeon und dem Celloquartett der Jugendmusikschule Ochsenhausen.

Anspruchsvolle Chormusik als Konzept
In seinem Bericht umriss Chorleiter Walter Gropper anschließend die inhaltliche und programmatische Ausrichtung des Liederkranzes, der sich im Gegensatz zu manch anderem Laienchor weniger der populären Chorliteratur verschrieben habe, sondern seit vielen Jahren erfolgreich das Konzept klassischer Chormusik verfolge, sowohl geistlicher als auch weltlicher Natur. Für besonders erfreulich  halte er es dabei, dass der Liederkranz ganz überwiegend Originalkompositionen aufführe und nur selten arrangierte Chorliteratur. Dass die Sängerinnen und Sänger des Liederkranzes daran offensichtlich große Freude hätten, sei für ihn als Chorleiter sehr befriedigend.

Ausblick aufs Jahr 2016
Mit einer Gedenkminute an den zum Jahresende verstorbenen langjährigen ehemaligen Vorsitzenden des Liederkranzes, Alfred Fischer, begann die erste Vorsitzende Maria Bedau ihren Bericht. Der Liederkranz werde das Andenken an ihn bewahren.
Im Anschluss daran stellte Maria Bedau die bereits feststehenden Programmpunkte für das Jahr 2016 vor. Nach dem Frühlingsliedersingen im Altenzentrum Goldbach im Mai und dem bereits traditionellen „Café Liederkranz“ als Beitrag zum Öchslefest im Juni unternimmt der Liederkranz vom 30. September bis zum 3. Oktober eine Chorfahrt nach Bautzen, wo er im dortigen Dom einen Gottesdienst musikalisch mitgestaltet. Am 30. Oktober findet das Jahreskonzert des Liederkranzes in der Klosterkirche St. Georg in Ochsenhausen statt. Unter dem Motto „Unser Leben ist ein Schatten“ stehen dabei Kompositionen aus mehreren Jahrhunderten auf dem Programm, die sich – passend zu Totensonntag und Allerheiligen – alle auf unterschiedlichste Weise mit den Themen Sterben und Tod auseinandersetzen. Maria Bedau bedankte sich bei Chorleiter Walter Gropper für seine hervorragende musikalische Arbeit und bei den Sängerinnen und Sängern für ihr Engagement und die harmonische und schöne Atmosphäre im Verein.

Ehrungen
Nicht zuletzt gab es auch einige Ehrungen: Für 50 Jahre aktives Singen erhielten Marlies Keßler und Christel Zülzke die Goldene Ehrennadel des Deutschen Chorverbands (DCV), für 40 Jahre aktives Singen wurde Paul Klug mit der Silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Chorverbands (SCV) ausgezeichnet und für 20 Jahre aktives Singen gingen Ehrennadeln in Bronze des Ober-schwäbischen Chorverbands (OCV) an Hans-Peter Baumann und Renate Mahle, die außerdem für ihre 20-jährige aktive Mitgliedschaft im Liederkranz geehrt wurden. Für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit wurden auch Wiltrud Fischer und Maria Hadwiger (40 Jahre), Max Hadwiger (30 Jahre), Josef Vollmar (20 Jahre) sowie Renate Durach, Joachim Gutfleisch, Gudrun Hölz und Ellen Scheffold (jeweils 10 Jahre) ausgezeichnet.